đ Feiertage im Reich
âEin Reich lebt nicht allein von seinen Gesetzen, sondern von jenen Tagen, an denen es innehĂ€lt.â
Die Feiertage Terraniens sind mehr als bloĂ gesetzte Pausen im Wandel der Jahreszeiten â sie sind Spiegel seiner Seele. In ihnen verbinden sich Glaube und Geschichte, PflichtgefĂŒhl und Freude, Erinnerung und Hoffnung. Ob bei den groĂen Quartalsfesten zu Ehren der Vier, beim Schwur der Grenzwacht im Nebel, auf den salzverkrusteten Stegen des Archipels oder in den flackernden Winkeln der Schattennacht â jeder dieser Tage erzĂ€hlt vom Wesen des Reiches: seiner Ordnung, seinen Narben, seinen Liedern.
Manche Feste sind weithin bekannt und im Kalender fest verankert, andere flĂŒstern nur in bestimmten Regionen â wie geheime Wurzeln unter altem Stein. Und doch gilt fĂŒr sie alle: Sie geben den Menschen Orientierung. Denn wo das Jahr zum Ritus wird, wird auch das Leben bedeutungsvoll.
đ± Erwachenstag â 1. Tag der FrĂŒhen Ilun (FrĂŒhlingsbeginn)
Ein Fest zu Ehren Iluns, gefeiert in GĂ€rten, auf Feldern und in Tempelhainen. Blumen, heilende DĂŒfte und grĂŒne BĂ€nder sind Symbole des Aufbruchs.
Bedeutung: Neubeginn, Segnung der Saat, rituelle Waschungen.
Brauchtum: Kinder erhalten kleine Tonfiguren als GlĂŒcksbringer. Man bemalt TĂŒren und Tore mit dem "Hauchzeichen" â einer Spirale.
đż Tag der Salzbucht â 2. Auftag der FrĂŒhen Ilun
Ein regionaler Feiertag des Hochsee-Archipels, der an den Beginn der Salzernte erinnert â eine wichtige Einnahmequelle der Inselbewohner.
Bedeutung: Wohlstand, Naturverbundenheit, regionale IdentitÀt.
Brauchtum: Feste am Meer mit Musik und TĂ€nzen, bei denen das Salz symbolisch geerntet und gesegnet wird.
đ Reichstag â 2. Endtag der Wahren Ilun
Ein Feiertag zur Erinnerung an die ReichsgrĂŒndung. Ăberall im Reich werden Reden gehalten, Banner gehisst und TreueschwĂŒre erneuert.
Bedeutung: Einheit, Geschichte, LoyalitÀt.
Brauchtum: Die MĂŒnzkompanie prĂ€gt jedes Jahr eine neue FestmĂŒnze mit einem Symbol der Gegenwart.
đŽ Marktfreudentag â 2. Hochtag der SpĂ€ten Ilun
Ein regionaler Feiertag, besonders beliebt in Ravaryn und Eloven, mit ĂŒberlieferten Wurzeln im Tauschhandel.
Bedeutung: Wohlstand, Miteinander, Handwerk.
Brauchtum: GroĂe MĂ€rkte, bei denen viele Waren verschenkt oder getauscht werden â Preise gelten als unhöflich.
đ„ Hochfeuer â 1. Tag des FrĂŒhen Vael (Sommerbeginn)
Das Fest des Vael, geprĂ€gt von Kraftproben, Marktversammlungen und feierlichen SchwĂŒren.
Bedeutung: StÀrke, Gemeinschaft, Schutz.
_Brauchtum:_ Riesige FeuerrĂ€der werden entzĂŒndet und HĂ€nge hinabgerollt. In der Hauptstadt wird der âBannerlaufâ ausgetragen â ein Wettkampf zu Ehren des Kaisers.
đȘš Tag des Steins â 3. Haupttag des FrĂŒhen Vael
Ein Tag zu Ehren des Handwerks, der ZĂŒnfte und der geordneten Arbeit. In vielen StĂ€dten werden Bauwerke gesegnet, Lehrlinge aufgenommen und WerkstĂŒcke prĂ€sentiert.
Bedeutung: Ordnung, Arbeit, BestÀndigkeit.
Brauchtum: WerkvorfĂŒhrungen, feierliche Steinsetzungen und die Vergabe der âMeisterroseâ durch die Dampfbruderschaft.
đ Tag der ZĂ€hlung â 2. Endtag des Wahren Vael
Der Tag, an dem im ganzen Reich Steuerlisten erneuert, BesitzstÀnde gezÀhlt und Urkunden gesiegelt werden.
Bedeutung: Ordnung, Verwaltung, Verantwortung.
Brauchtum: Beamte und Gelehrte zeichnen sich eine rote Linie aus das Handgelenk â ein Zeichen fĂŒr die klare Trennung zwischen Wahrheit und TĂ€uschung.
đ Wellentag â 1. Auftag des SpĂ€ten Vael
Ein Tag, der besonders in den KĂŒstenregionen begangen wird â zur Ehrung der See und ihrer Gabe.
Bedeutung: Dankbarkeit, Seehandel, Verbundenheit.
Brauchtum: Kinder legen Muschelmuster am Strand, wÀhrend Schiffe kleine Opfergaben ins Wasser senken.
đ Blattfall â 1. Tag der FrĂŒhen Esha (Herbstbeginn)
Das Fest der Esha, geprÀgt von Dankbarkeit, Nachdenklichkeit und der ersten Ernte.
Bedeutung: MaĂ, Ăbergang, Erinnerung.
Brauchtum: In vielen Dörfern werden Ahornzweige verbrannt, um vergangener Fehler zu gedenken. Alte Geschichten werden bei Kerzenlicht erzÀhlt.
âïž Tag der Klingenruhe â 2. Niedertag der Wahren Esha
Ein altes MilitĂ€rfest, das an den Frieden nach der letzten GroĂen Schlacht erinnert.
Bedeutung: Disziplin, Opfermut, Erinnerung.
Brauchtum: Waffen werden symbolisch abgelegt oder gereinigt, Veteranen erzÀhlen ihre Geschichten am Feuer.
đ Mondzeichen â 3. Endtag der SpĂ€ten Esha
Ein mystischer Nachtfeiertag, an dem die Wandernden Zirkel und manche Hexenzirkel bestimmte Rituale vollziehen.
Bedeutung: Erkenntnis, Zeichenlesen, verborgene Wege.
Brauchtum: In stillem Kreis wird in Mondlicht meditiert; aus Wachs und Wasser werden Omen gedeutet.
đ„ Letzter Flammenabend â 4. Haupttag der SpĂ€ten Esha
Ein volkstĂŒmliches Fest, um die dunklere Jahreszeit zu begrĂŒĂen. Lagerfeuer, SchwitzhĂŒtten, letzte groĂe Feste vor dem RĂŒckzug in den Winter.
Bedeutung: Ăbergang, Erinnerung, Schutz.
Brauchtum: Gemeinschaftsfeuer, Wunschzettelverbrennung, FlammenrĂ€der fĂŒr Kinder, Lichterketten an Schiffen und HĂ€usern.
âïž Stillhauch â 1. Tag des FrĂŒhen Norys (Winterbeginn)
Dem Norys gewidmet, ist dies das ruhigste und feierlichste der vier Hauptfeste.
Bedeutung: Stille, Loslassen, Einkehr.
Brauchtum: Eine Nacht der FlĂŒstergesĂ€nge â in Tempeln und HĂ€usern spricht man nur im FlĂŒsterton. In Ă€rmeren Gegenden werden kleine HolzkĂ€stchen mit Erinnerungen des Jahres vergraben.
đŻ Nacht der Nebelkerzen â 2. Endtag des Wahren Norys
Ein Schutzritual gegen Dunkelheit und Vergessen, wenn die Nebel am tiefsten hÀngen.
Bedeutung: Erinnerung, Schutz, Geheimnisse.
Brauchtum: Nebelkerzen werden auf Mauern, DĂ€chern und GrabhĂŒgeln entzĂŒndet, um alte Seelen zu besĂ€nftigen.
đș Grauschwur â 3. Niedertag des Wahren Norys
Ein rauer Schwurtag der Grenzwacht und Àhnlicher Bruderschaften, meist fernab der StÀdte.
Bedeutung: Pflicht, Durchhalten, Treue im Verborgenen.
Brauchtum: Vor Sonnenaufgang wird ein alter Schwur im Nebel abgelegt â oft allein, oft im Stillen.
đïž Nacht der Schatten â 1. Endtag des SpĂ€ten Norys
Ein heimlicher Feiertag, der von Dieben, SpÀhern und Informanten genutzt wird, um ihre Kunst zu ehren und sich unter Gleichgesinnten auszutauschen.
Bedeutung: List, Heimlichkeit, Freiheit.
Brauchtum: In der Dunkelheit werden geheime Treffen abgehalten, Tricks und Neuigkeiten ausgetauscht, wÀhrend Kerzen in versteckten Winkeln flackern.