🦅 Die Greifenbrigade
„Unser Flug endet erst, wenn der Himmel schweigt.“
In den Tagen der Not, als die Schatten der Plage die Lande Terraniens verschlangen, erhob sich eine Streitmacht, wie sie das Reich nie zuvor gekannt hatte – diszipliniert, furchtlos, und mit dem Blick stets gen Horizont. Diese Streitmacht wurde zur Greifenbrigade, dem schlagkräftigen, hoch angesehenen Militärarm Landarions und bald des gesamten Kaiserreichs.
Die Greifenbrigade ist keine Söldnerschar, sondern eine Berufung.
Ihre Offiziere durchlaufen strenge Lehrjahre an den Akademien des Reiches, ihre Soldaten gelten als Elitetruppe – trainiert in Formation wie im Einzelkampf, an Land, in der Luft, zur See.
Der Name der Brigade stammt nicht nur vom Wappen: Viele ihrer Kavalleristen reiten auf gezähmten Greifen – legendären Bestien aus uralten Zeiten, Symbol für Wagemut und Unerschütterlichkeit.
Formell steht die Brigade unter dem direkten Oberbefehl des Kaisers, der als höchster Heerführer des Reiches über ihren Einsatz entscheidet. Doch ihr Eid gilt mehr als nur einem Herrscher: Er gilt dem Reich selbst. Der Schutz seiner Grenzen, seiner Menschen, seiner Ordnung – das ist das eigentliche Banner, unter dem die Greifen fliegen.
🛡️ Aufgaben, Einfluss & Ruf
In Friedenszeiten übernimmt die Greifenbrigade vielfältige Aufgaben: Grenzsicherung, Ausbildung von Nachwuchsoffizieren, militärische Unterstützung bei Bau-, Evakuierungs- oder Erkundungsmissionen.
Sie ist das Rückgrat des kaiserlichen Machtapparats – schnell, sichtbar, diszipliniert. Und sie ist jederzeit bereit, sich gegen Bedrohungen von außen wie von innen zu stemmen.
Doch wo die Brigade ihre Schwingen ausbreitet, bleibt selten Raum für Widerspruch. Manche Provinzverwalter sprechen von einer „kalten Ordnung“, die sie hinterlässt – effizient, aber emotionslos. Ihre Präsenz kann beruhigen – oder einschüchtern.
Insbesondere kleinere Fraktionen, lokale Milizen oder regionale Autoritäten fühlen sich in ihrem Schatten schnell übergangen. Es heißt, wer mit den Greifen spricht, muss den Kaiser nicht mehr fragen.
Offiziell ist die Brigade keine politische Kraft. Doch jeder weiß: Wo ihre Banner wehen, wird ihr Wort gehört. Nicht aus Angst – sondern aus Respekt. Oder aus beidem.
🪖 Struktur, Ränge & Befehlskette
An der Spitze der Brigade steht der Hochkommandant, derzeit Ser Matharion Revek – ein Veteran unzähliger Feldzüge und strenger Erzieher ganzer Offiziersgenerationen. Revek ist nicht nur Stratege, sondern Verkörperung kaiserlicher Disziplin – man sagt, seine Befehle seien so präzise wie seine Bartspitzen und ebenso gefürchtet. Sein Wort ist Gesetz innerhalb der Brigade – sofern es nicht dem Willen des Kaisers widerspricht.
Die Brigade ist unterteilt in mehrere Legionen, jeweils angeführt von einem Feldhauptmann.
Diese gliedern sich in:
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Schwingen (große taktische Verbände)
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Klauen (mobile Stoßtrupp-Einheiten für Gelände- & Stadteinsatz)
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Sturzfedern (Greifenreiter-Formationen für Luftschläge & Eliteeinsätze)
Ein inoffizielles, aber gefürchtetes Elitekorps innerhalb der Brigade ist die Sturmbanner-Einheit, deren Mitglieder stets an schwarzen Helmbändern erkennbar sind und meist dort auftauchen, wo das Kaiserreich selbst ins Wanken gerät.
Typische Rangstruktur:
- Bannerträger (Rekruten in Ausbildung)
- Schildwacht (Frontsoldaten, Luftreiter, Belagerungsspezialisten)
- Greifhaupt (Unteroffiziere mit eigenem Zug)
- Flugmajor (Taktische Leitung mehrerer Gruppen)
- Feldhauptmann (Legionsbefehlshaber)
- Hochkommandant (oberste militärische Autorität unter dem Kaiser)
Die Ausbildung erfolgt an der Reichsakademie für Kriegskunst in Landarion, sowie an den Außenposten der Brigade.
🪶 Wenn Greifen fliegen
Die Greifenbrigade kämpft nicht für Ruhm – sie kämpft für das Reich.
Und doch haftet ihr der Glanz des Erhabenen an: blankes Eisen, klare Befehle, Schwingen im Morgenrot. Ihre Stärke liegt in der Disziplin, ihr Schrecken in der Entschlossenheit.
Man liebt sie nicht. Man bewundert sie. Oder fürchtet, was passiert, wenn sie nicht kommt.
„Ich bin Schild und Flug – bis mein Herz schweigt oder mein Banner sinkt.“
Das ist ihr Schwur. Und er klingt nicht wie ein Gelöbnis. Er klingt wie ein Versprechen – und eine Warnung.
Wo die Greifenbrigade landet, beginnt das Reich.
Wo sie nicht mehr gebraucht wird, beginnt das Flüstern.
Und wo sie ausbleibt, da schauen selbst gestandene Hauptmänner sorgenvoll in den Himmel – als fehle ihnen nicht ein Befehl, sondern eine Richtung.
Denn solange irgendwo ein Greifenflügel Schatten wirft, hat das Reich noch nicht aufgegeben.